Kupfer

Kupfer dient nicht nur für eine gute Leitfähigkeit. Oft ist diese Schicht die Grundlage für weitere galvanische Verfahren. Kupfer-Schichten haften gut und sind sehr duktil (verformbar). Als Endschicht wird Kupfer hauptsächlich in Relaisteilen zum Korrosionsschutz für magnetische Eisengrundwerkstoffe eingesetzt.


Die Kupferbeschichtung gibt keinen kathodischen Schutz des Stahls, sondern bildet eine Barriere zwischen dem Stahl und der Umgebung und muss deshalb unbedingt dicht sein, was bei einer Schichtdicke von 10 µm erreicht wird.

 

Bei elektrolytischen Beschichtungen ist die Schichtstärke auf dem Produkt unterschiedlich. Bei Ecken und Kanten ist die Beschichtung stärker ausgeprägt.

In Verbindung mit der Vorbehandlung und der Beschichtung selbst, entsteht Wasserstoff, dieser führt bei Stahl zur Wasserstoffversprödung.

Bei hoch legiertem Stahl muss der Wasserstoff mittels Wärmebehandlung entfernt werden.

Nach dem Verkupfern ist ein Anlaufschutz oft sinnvoll. Er verzögert die Korrosion der sehr aktiven Oberfläche bzw. verhindert eine schnelle Oxydbildung.

 

Wir bieten das elektrolytische verkupfern in zwei Verfahren an:

CYANIDISCH VERKUPFERN und SAUER VERKUPFERN

 

Cyanidisches Kupferbad:

Mit einem cyanidischen Kupferbad werden die besten Haftungsergebnisse, auch auf empfindlichen Werkstoffen, wie z.B. Zinkdruckguss oder Messing erzielt.

 

Saures Kupferbad:

Das Verfahren Sauerkupfer wird dann angewendet, wenn es um höchste Glanzanforderungen und Einebnung der Oberfläche geht.

 

Eigenschaften

  • je nach Elektrolyttyp kann Kupfer sehr duktil abgeschieden werden
  • Kupfer weist eine sehr gute elektrische Leitfähigkeit auf
  • hervorragende Wärmeleitfähigkeit
  • Kupferüberzüge sind lackierfähig 
  • die Beschichtung kann gezogen geschmiert werden (sehr gut polierfähig)