Zink-Nickel

Kleine Schicht - großer Schutz

 

Zink-Nickel ist derzeit die wichtigste Beschichtungsvariante für den Korrosionsschutz von Eisenwerkstoffen. Die Eigenschaften der Schichten unterscheiden sich deutlich in Abhängigkeit von der Zusammensetzung, was vor allem auf die Bildung von unterschiedlichen Phasen aus den beiden Schichtmetallen Zink und Nickel beruht. Ebenso kommt aber auch die Art des Elektrolyten - alkalisch oder sauer - zum Tagen. Aufgeführt sind die Eigenschaften Härte, innere Spannungen, Topografie und Neigung zur Wasserstoffversprödung.

 

Die Entwicklung der Zink-Nickel-Überzüge resultiert aus den steigenden Anforderungen, insbesondere in der Automobilindustrie, bezüglich des Korrosionsschutzes gegen Temperatur-, Streusalz- und Klimabelastungen. Zn-Ni-Beschichtungen kommen immer dann zum Einsatz, wenn die klassische galvanische Verzinkung durch hohe Temperaturen oder aggressive Umweltbedingungen überfordert ist. Die Ni-Einbauraten liegen bei ca. 10-15%. Die Zn-Ni-Oberfläche bietet höchsten kathodischen Korrosionsschutz und ist thermisch sehr gut belastbar (bis 120 °C). Zum Einsatz kommt die Oberflächenveredelung in der Regel auf Stahl und Fe-Guss.

 

 

Eigenschaften

  • höchster kathodischer Korrosionsschutz - schon bei Schichtstärken ab 5 µm (Wichtig für Passungen)
  • keine voluminösen Korrosionsprodukte
  • bis zu 1000 h gegen Grundmetallkorrosion (Rotrost) im Salzsprühtest nach DIN EN ISO 9227
  • hohe thermische Belastbarkeit bis 180°C
  • keine Kontaktkorrosion im Verbau mit Aluminium
  • mit Passivierungen (CrVI-frei)
  • wahlweise mit Versiegelungen
  • Gleitmittelbeschichtung für definierte Reibbeiwerte